Samstag, 9. Februar 2013

Dubai - Viel Lärm um nichts

Blauer Himmel und angenehm warme Temperaturen sind für mich normalerweise keine Argumente für die Wahl eines Urlaubsziels. Aber wenn man um diese Jahreszeit mal wieder unbedingt aus einem Flugzeug springen möchte, dann ist das plötzlich doch wichtig. Die relativ kurze Flugzeit und die geringe Zeitverschiebung waren schließlich ausschlaggebend, dass die Entscheidung auf Dubai fiel.
Die Vereinigten Arabischen Emirate als Land hatte ich zwar bereits seit längerer Zeit, aber es sollte ja auch kein Cacheurlaub werden.Dennoch ließ es sich natürlich nicht ganz vermeiden, die eine oder andere Dose zu finden.
Dubai selbst ist eine künstliche Stadt in der Wüste. Alles was dort grünt muss künstlich bewässert werden. Sonne, Strand und Hochhäuser erinnerten mich an die Ostküste Floridas. Dazu unzählige Shopping Malls, die die üblichen Geschäfte beinhalten. Nichts, was es nicht woanders auch gibt.
Insgesamt konnte ich sechs Caches finden. Dazu kam eine beträchtliche Anzahl DNFs wegen verschwundener Dosen und zu vieler Muggles.
Da auch das Skydiven hier (quantitativ) enttäuschte fiel mir der Abschied von Dubai leicht. Nochmal fliege ich hier zum Urlaub wohl nicht hin.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Istanbul - Eine Reise auf zwei Kontinenten

Istanbul, Byzantion, Konstantinopel. Viele Namen trug die Stadt im Laufe ihrer 2600jährigen Geschichte. Schon lange wollte ich sie einmal erkunden. Dass die Türkei auf meiner Cachekarte noch fehlte, war natürlich auch ein Argument. Recht spontan beschloss ich, dass die Zeit dafür nun gekommen war.
Vom Atatürk Airport ging es mit Metro und Tram direkt in die Altstadt Sultanahmet.
Nach dem Einchecken im Hotel begab ich mich gleich auf Besichtigungstour. Auf dem Weg zur Hagia Sophia lag praktischerweise der Cache "The cats of Istanbul" mit dem ich die Türkei als mein 50. Land sichern konnte.
Die Hagia Sophia selbst beeindruckte mich dann sehr. Die Krönungskirche der byzantinischen Kaiser, fertiggestellt vor knapp 1500 Jahren, war 1000 Jahre lang die größte Kirche des Christentums.
Den Cache "Hagia Sophia" ließ ich dann aus, denn dazu hätte ich ein abgezäuntes Stück Rasen betreten müssen, um anschließend in einer historischen Mauer zu suchen. Keine gute Idee, fand ich.Für den nächsten Tag hatte ich mir viel vorgenommen. Los ging es mit der Blauen Moschee, dann weiter zur Yerebatan Zisterne, zum Topkapi- Palast und in den Gülhane Park.
Diverse Caches lagen auf dem Weg.
In Eminönü, wo Schiffe u.a. zu Bosporustouren ablegen, entdeckte ich quasi zufällig die Fähre nach Üsküdar. Üsküdar ist ein Stadtteil Istanbuls auf asiatischer Seite. Zwar wusste ich natürlich schon vorher, dass die Stadt auf zwei Kontinenten liegt, aber ich hatte nicht geglaubt, genügend Zeit zu haben, auf die andere Seite zu fahren. Und das, obwohl ich mir schon lange das Projekt "Cachen auf zwei Kontinenten am gleichen Tag" auferlegt hatte.
Ja und nun war es erst 14.30 Uhr und hier lag die Fähre nach Asien...
Also habe ich nach nach einer kurzen Prüfung der Cache-Situation die unglaubliche Summe von 3,50€ für die Überfahrt investiert und schon 20 Minuten später befand ich mich auf einem anderen Kontinent.
Zwei Caches waren auch schnell gefunden. Beim ersten benötigte ich allerdings 10 Minuten um das Logbuch rauszubekommen. Fehlende Cachergrundausstattung... Mein Projekt war aber erfolgreich abgeschlossen.
Danach ging es wieder zurück auf die europäische Seite. Über den ägyptischen Basar führte mein Weg zurück ins Hotel. Sogar zwei Munzees fand ich noch. Obwohl ich dieses Hobby ja eigentlich gar nicht betreibe. ;-)
Am dritten Tag lief ich noch kurz über den Großen Basar und dann war es auch schon Zeit, die Rückreise anzutreten.
Ein sehr lohnenswerter Ausflug ging zu ende. Nicht nur konnte ich mein 50. Land sichern und am gleichen Tag auf unterschiedlichen Kontinenten cachen, auch kulturell bekam ich viel geboten. Istanbul hat meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Freitag, 25. Januar 2013

Grill Hard - Camp Hard

Alles begann mit einem unüberlegten Log im Jahr 2011. Das damalige Wintergrill-Event in Mörlenbach gefiel mir sehr.
Im nächsten Jahr stand die Neuauflage der Veranstaltung auf dem Programm und als ich nichts Böses ahnend das Listing las, stolperte ich plötzlich über diesen Absatz:
"Und extra für HighFlights:
"Nächstes Jahr bleibe ich länger und zelte dann."
( Log vom 15.01.2011 )"
Oh weh! Da hatten die Waldwichtel als Organisatoren sich doch tatsächlich an mein altes Log erinnert!
Nun, 2012 hatte ich eine Ausrede, da ich in Urlaub war. Und im folgenden Jahr würde diese Episode sicher in Vergessenheit geraten sein...
Auch 2013 fand das Grill Hard wieder statt und schon die ersten „will attend“ Logs ließen nichts Gutes vermuten. Da waren Dinge zu lesen wie "Wir woll'n ihn zelten seh'n! Wir woll'n ihn zelten seh'n!". Andere erwarteten gar ein "Zelt-im-Schnee-Motiv" auf der Event Coin.
Anders gesagt: aus der Sache kam ich nicht wieder raus.
Als ich SunnySu davon erzählte, überraschte es mich doch sehr, dass sie mich bei der Aktion begleiten wollte.
Die von unserem Plan wussten, prophezeiten uns derweil schlimmste Erfrierungen. Mindestens. Aber ich blieb optimistisch.
Auf dem Event angekommen wurden wir erst einmal gefragt, welche Ausreden wir denn heute hätten. Ausreden? Keine! Das Zelt lag schon im Kofferraum. Die Überraschung war gelungen.
Der Aufbau ging recht flott und wir konnten bald zum gemütlichen Teil übergehen. Immer wieder wurden wir ungläubig gefragt, ob wir wirklich hier schlafen wollten. Während die einen uns eine sehr kalte Nacht vorhersagten, meinten andere hingegen, mit der richtigen Ausrüstung würde das schon klappen. Wer sollte Recht behalten?
Gegen 22.30 Uhr kehrte Ruhe ein. Das Lagerfeuer erlosch langsam und der Glühwein ging zur Neige.
Wir richteten unseren Schlafplatz her und begaben uns schließlich ins Zelt. Geschätzt waren es nachts -5 Grad Außentemperatur; das Thermometer drinnen zeigte kuschelige 0 Grad.
Morgens weckte uns das Prasseln eines Graupelschauers. Ein Blick auf die Uhr verriet uns, dass wir bis kurz vor 8 Uhr geschlafen hatten. Haben wir gefroren? Kein bisschen! Ein guter Schlafsack ist eben schon was wert.

Aktion "Zelten im Schnee" erfolgreich abgeschlossen. Aber das nächste Mal passe ich trotzdem besser auf, was ich logge. ;-)



Freitag, 23. November 2012

I would walk 500 miles...

Die Nacht war kurz. Ab vier Uhr wurde das Meeresrauschen vom unablässigen Krähen der Hähne übertönt.
Zum Frühstück gab es Schokokekse und etwas, das eigentlich hätte Kaffee werden sollen.
Heute musste jedenfalls ein Cache her, da führte kein Weg dran vorbei.
Der nächste lag an einem Höhlensystem, den Hatchet Bay Caves, 4,5 km entfernt. Letzter Fund vor 4 Monaten. Gar nicht gut, sagte mir da mein Gefühl.
Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Der Hinweg ging erstaunlich schnell, denn ein freundlicher Mensch nahm uns in seinem Auto mit und setzte uns direkt vor dem Höhleneingang ab.
Nun wurde es spannend. Das GPS zeigte auf hohes Gras; da sollte 0 sein.
Hier? Komisch! Doch es dauerte keine 2 Minuten und wir hatten die Dose in der Hand.
Yippie! Unser erster Cache auf den Bahamas! Wir freuten uns, dass es dann doch so problemlos geklappt hat.
Also schnell geloggt und dann noch kurz die Höhle erkundet. Leider hatten wir nicht die richtige Ausrüstung dabei, so dass es nur bei einem winzigen Einblick blieb. Schade, denn es wäre sicher lohenswert gewesen, die Höhle weiter zu erkunden. Gut gelaunt, traten wir den Rückweg zu Fuß an. Abgelenkt vom Videodreh mit fröhlicher Musik, wäre SunnySu fast auf eine Schlange getreten, die sich auf der Straße sonnte. Diesen spannenden Moment verpassten wir leider zu filmen.
Bevor wir mit dem Speedboat nach Harbour Island übersetzten, erlebten wir eine rasante Fahrt im Speedtaxi, das am zweiten Cache der Insel vorbeidüste. Da der einzige Cache auf Harbour Island bei einem Hurricane weggespült wurde, blieb uns nichts anderes übrig, als uns am berühmten Pink Sand Beach zu erholen.

New in town!

Es begann mit einer verrückten Idee, mehr einem Witz. Wenn wir schon in Florida Urlaub machen würden, dann könnten wir doch mal einen kurzen Abstecher auf die Bahamas unternehmen. Das Land hab ich nämlich noch nicht...
Ein paar Monate später fanden SunnySu und ich uns dann in einer kleinen Propellermaschine mit Ziel Bahamas wieder. Eines muss ich sagen: so eine kleine Flugzeugtoilette hab auch ich noch nicht gesehen.
Unser Plan sah vor, dass wir uns am Flughafen einen Mietwagen nehmen und anschliessend eine Unterkunft suchen würden. Auf dem Weg würde dann, rein zufällig, auch ein Cache liegen, den wir loggen könnten.
Mit diesem Plan landeten wir auf dem North Eleuthera International Airport.


Das erste was wir feststellten: viel größer als meine Wohnung ist das Terminal nicht!
Zweitens: Mietwagen? Fehlanzeige. Auch den von mir beredeten Geldautomaten, den es an jedem Flughafen gibt, suchten wir vergeblich.
Unablässig wurden wir in der Zwischenzeit von diversen Taxifahrern belagert, die es sehr erheiterte, dass wir noch kein Zimmer gebucht hatten. Zu horrenden Preisen wollten sie uns zu Unterkünfen und Verleihstationen fahren. Diese Abzocke konnten sie mit anderen Touris durchziehen, aber nicht mit uns! Wir waren ja bestens vorbereitet und hatten eine Liste mit Telefonummern von zahlreichen Mietwagenfirmen.
Zehn Minuten später mussten wir leider feststellen, dass mein Mobilfunkprovider wohl kein Roamingabkommen abgeschlossen hatte und sich via Skype auch niemand erreichen ließ. Wie wir erfuhren war das Telefonnetz auf Grund eines kürzlichen Hurrikans immer noch gestört.
Langsam gingen uns die Optionen aus, so dass wir uns wohl oder übel doch zu einem Motel fahren ließen.
Die Zimmer waren ganz in Ordnung, nur lag es recht weit ab von allem anderen. Ein Mietwagen wurde uns auch angeboten. Für die alte, klapprige und verbeulte Schrottkiste wollte man noch stolze 75 Dollar!
Und man war keineswegs bereit sich auch nur einen Dollar runter handeln zu lassen.
Das war uns etwas viel und wir beschlossen, dass wir lieber zentral wohnen und auf das Auto verzichten wollten.
Unser Taxifahrer sollte uns nach Gregorytown fahren, wo es mehr Unterkünfte gäbe und wir Bars und Restaurants zu Fuß erreichen könnten, wie wir ihm erklärten.
Seinen verwirrten Gesichtsausdruck und seine Aussage, er kenne da nur eine Unterkunft und wenn die ausgebucht sei, würden wir wieder hier landen, nahmen wir zur Kenntnis. Aber auf solche Tricks fallen wir natürlich nicht herein.
In der "Stadt" angekommen, waren wir uns zunächst sicher, dass er uns in einen Vorort gebracht hat. Verfallene Häuser, Schrotthaufen, Hühner auf der Straße. Doch das war wirklich "Downtown".
Wenigstens die Unterkunft gefiel uns und es gab sogar noch ein freies Zimmer. Wobei es sich um eine individuell gestaltete Hütte handelte.
Das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten. Der ursprünglich geplante Cache war nun fast 8 km entfernt, der nächste 4,5 km.
Wir beschlossen dieses Problem zu vertagen und erkundeten stattdessen die "Stadt".
Bauten wie diese interessante Kombination aus Polizei, Post und Krankenhaus ließen uns an der Infrastruktur der Insel zweifeln.


SunnySu versuchte derweil herauszufinden, ob wir uns auf der Insel-Hauptstraße befänden oder ob es hier eine Ortsumgehung gäbe. Fünfzehn Minuten später wussten wir, dass es auf der gesamten Insel nur eine einzige Straße gibt.
Auf der Suche nach etwas Essbarem gelang es uns schon bald normale Häuser von Geschäften zu unterscheiden. In allen Läden wurden wir begrüßt mit: “New in town?”. Offensichtlich fielen wir auf.
Wir fanden einen Supermarkt-Imbiss und bestellten bei strahlendem Sonnenschein Burger. Definitv kein Fast Food, denn es dauerte ewig. Bei der Getränkebestellung erfuhren wir, dass wir unser Bier im Liquor Store am Ende der Straße holen sollten.
Beim Einbruch der Dämmerung servierte uns die gemütliche Bahama-Mama endlich unsere Burger und wir genossen die Aussicht auf den Friedhof von Gregorytown.

Donnerstag, 22. November 2012

Der Panda im Sumpf

Zu einem Urlaub in Florida brauchte SunnySu HighFlights nicht lange zu überreden. Cachen und Skydiving. Zwei schlagende Argumente!
Während Herr Knuddel auf einer Insel mit nur 14 Caches festsaß, waren wir hingegen mit der Vielfalt des Angebots regelrecht überfordert. Also legten wir direkt los. Wir steigerten uns von Tag zu Tag. Es begann mit einem harmlosen Drive-in-Cache und endete mit einem Multi im überschwemmten Estero Bay Preserve. Nachdem wir auf Umwegen den richtigen Einstieg zum Panda Trail gefunden hatten und der gelbe Trail endlich auch gelbe Markierungen aufwies, kamen wir gut voran. Auf halbem Wege verwandelte sich der bisher gut begehbare Pfad in eine Seenlandschaft. Aus dem Wasser ragten noch die gelben Markierungen, die wir als grobe Orientierungspunkte nutzten, während wir versuchten die überschwemmten Gebiete zu umgehen. Das bedeutete aber, dass wir uns durch das Buschwerk schlagen mussten und uns den Gefahren der subtropischen Wildnis ausgesetzt sahen. Hier gibt es nicht nur Schlangen und Spinnen, die einem gefährlich werden können, sondern auch giftige Pflanzen. Wir scheuchten allerdings nur ein paar Wespen auf und begutachteten eine uns unbekannte Spezies von Krabben, die wir Alien-Crabs tauften. Allen Unwägbarkeiten zum Trotz erreichten wir schließlich die Final-Koordinaten. Hier wurde unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt. Aber nach einiger Sucherei konnten wir die Kiste deutlich im Off entdecken. Nur der Panda blieb uns bis zum Schluss verborgen.
 

Alu oder Stahl

Kletterkurs auf thailändische Art.
Als ich erwähnte ich hätte ein tolles Klettervideo war die Verwunderung und Neugierde sogleich groß. 
Die üblichen Verdächtigen erklärten ihre Fehde umgehend wieder für eröffnet:
Alu oder Stahl ?
Helm, ja oder nein?

Aber seht selbst.