Donnerstag, 8. Oktober 2015

Bosnien und Herzegowina

Von der Ombla aus ist es nur ein Katzensprung nach Bosnien und Herzegowina. Der gleichnamige Cache "Welcome to Bosnia and Herzegovina" ist somit Pflicht. Der Weg führt über eine enge Paßstraße hinauf in die Berge. Direkt nach der Paßkontrolle fällt sofort ein alter Eisenbahntunnel auf.
Dieser leider abgebauten Bahntrasse folgen wir bis zu dem bedosten Parkplatz. In dieser wenig touristisch erschlossenen Gegend wäre ein Dampfzug der Knaller und würde bestimmt viele harte Devisen bringen.
Man sollte beim Cachen aber immer noch aufpassen wo man sich so rumtreibt.

Wir folgen der Bahntrasse weiter durch diese herrliche zerklüftete Berglandschaft vorbei an zerfallenen Eisenbahnbrücken und alten Tunnelportalen.
Irgendwo unterwegs weht eine Fahne am Straßenrand. Wir sind nun in der Republika Srpska und erreichen die Stadt Trebinje.
Unser Ziel ist das Kloster
Hercegovacka Gracanica mit seinem Cache, den wir leider nicht finden konnten.
Dennoch hat sich die Fahrt hierher und der Ausblick 100%ig gelohnt.

Ombla Spring

Ein wirklich faszinierender Ort.
Schaut wie ein LP aus, ist aber ein toller Earth Cache.

GC2KVCR
Es handelt sich hierbei mit 20m Länge um den kürzesten Fluß Europas. Einen sogenannten Karstfluß. 
Dies weckt Parallelen zur Donau die ebenfalls versickert und am Aachtopf wieder zum Vorschein kommt.

Dubrovnik

Etwas ausserhalb der Stadt gibt es eine tolle Serie mit 7 Tradis plus Bonus: The old road to Dubrovnik
Wie der Name schon verrät ist es die ehemalige Zufahrtsstraße von und nach Dubrovnik. Die Aussicht von hier ist atemberaubend und ausser mir war auf dem ganzen Weg niemand sonst unterwegs.
Die Serie ist super mit dem Bus kurz vor Tradi Nr 6 zu erreichen.
Dann heißt es allerdings hin und zurück marschieren.

Diese Straße ist mittlerweile für Autos durch Felsen gesperrt worden.
Einen Grund sieht man hier.

Einfach nur so, weil ich es toll fand.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Kroatien

Ich finde es war Mal wieder Zeit für etwas Luftveränderung.
Die Cache-Work-Balance ist in letzter Zeit leider etwas aus dem Gleichgewicht geraten.
Dadurch folglich leider auch die Berichterstattung in diesem Blog.
Aus diesem Grund wurde nach einer Lösung des Problems gesucht.
Die Antwort lautet: Dubrovnik.






Durch dieses Tor zur "old city" werden all die modernen Seefahrer gequetscht. Kommt vorne einer rein, ploppt hinten einer raus.
Nichtsdestotrotz ist es ein toller und sehenswerter Ort.
Cachen ist an solchen Orten, wie wir alle wissen allerdings sehr schwer.
Es gibt aber immerhin mit
"Port a Foot - Dubrovnic" einen Vitual aus dem Jahre 2003 den man sich nicht entgehen lassen sollte und den man auch immer findet.
Ein Tradi, der sich auf jeden Fall lohnt, liegt auf fast 400m Höhe und ist mit der Seilbahn für 15.-€, aber ebenso kostenfrei per Auto, Rad, etc zu erreichen. Auch hier wimmelt es natürlich nur so von Muggels.
Die Koordinaten sind sehr genau und verwundern anfangs doch ziemlich.

Wer cacht muß sich auch stärken.
Dabei fällt auf, in Dubrovnik vermißt man das leckere Essen welches man in Deutschland als Jugoslavisch bezeichnen würde.
An jeder Ecke gibt es Pasta, Pizza, Burger und natürlich Fisch. Deshalb hier der ultimative Geheimtip für die Altstadt. Das Taj Mahal. Etwas versteckt, aber um so leckerer ist die Dschingis Khan Platte.


Donnerstag, 4. Juni 2015

Die Reise - zurück in Deutschland

Seit über einer Woche bin ich nun wieder zu Hause. Hier nun ein kleiner statistischer Rückblick auf die letzten 7 1/2 Wochen "on the road".

Geflogene Strecke: 43.250 km
Gesamtflugzeit: über 52 Stunden
13 Flüge mit 7 verschiedenen Airlines

5600 km mit diversen Mietfahrzeugen selbst gefahren

180 Geocaches in 6 Ländern gefunden, darunter 4 neue Länder

2800 Fotos, entspricht 65 GB


Es war toll! :-)

Samstag, 23. Mai 2015

Die Reise - Teil 6: Hawaii

Am 8. Mai abends verließ ich Apia, Samoa und kam am 8. Mai frühmorgens in Honolulu auf der Insel Oahu an. Der Zeitunterschied von minus 23 Stunden ermöglichte es mir, den Tag zweimal zu erleben. Das ist zwar etwas verwirrend, bringt mir aber einen Tag mehr Urlaub.
Oahu ist sicherlich die touristischste, "amerikanischste" der Inseln. Neben dem berühmten Strand von Waikiki und Pearl Harbor besuchte ich noch die Strände im Norden. Das hat dann aber auch gereicht und ich stieg wieder in ein Flugzeug, dieses Mal mit Ziel Lihue auf Kauai.

Zwei ganz unterschiedliche Bilder, doch beides Kauai. Während im Norden grüner Regenwald dominiert trifft man im Süden auf trockenen, roten Sand.
Sowohl die Na Pali Küste als auch Waimea Canyon sind sehr lohnenswerte Ziele. Um die Insel aber richtig zu erkunden empfehle ich einen Helikopter Rundflug zu buchen. Das ist hier erstaunlicherweise gar nicht mal so teuer und jeden Dollar wert. Anders sind die unzähligen Wasserfälle in der Mitte Insel auch gar nicht zu erreichen und man würde definitiv etwas verpassen.
Auch zum Tauchen hat die Insel was zu bieten und ich buchte zwei Tauchgänge an der Koloa Landing. Direkt vom Strand ging es ins Wasser und es wartete ein tolles Korallenriff mit Seeschildkröten und allen möglichen Fischen.
Schnell verging die Zeit und das nächste Flugzeug wartete schon.

Kein Urlaub hier ist komplett, ohne ein Besuch auf der Insel Hawaii (Big Island)!
Noch am Ankunftstag wanderte ich gleich zum Denkmal, das an der Stelle steht, an der der berühmte Seefahrer James Cook erschlagen wurde. Das mag etwas makaber klingen, aber außer Samoa wurden alle Inseln auf meiner Reise von ihm (wieder)entdeckt. Seine Name begegnete mir überall und somit war es mir ein Bedürfnis den Ort zu besuchen, an dem seine zu Ende ging. Auch meine endet hier auf Big Island, doch hoffe ich auf glücklichere Umstände...
Am nächsten Tag stand der Hawaii Volcanoes National Park auf dem Programm. Der Vulkan Kilauea ist gerade aktiv und auch wenn man keine Lava im zugänglichen Bereich sieht lohnt sich der Besuch sehr. Tagsüber steigt aus dem Krater eine Dampfwolke auf, doch nach Sonnenuntergang bietet sich ein noch beeindruckenderes Szenario wenn die Lava die Wolke und den Kraterrand hell orange erleuchtet. Richtig genießen kann man es aber irgendwie nicht, da man von gefühlten 100.000 anderen Touristen umgeben ist. Trotzdem ein unvergessliches Schauspiel.
Wie in National Parks üblich gibt es hier keine Cachedosen, sondern nur Earthcaches. So langsam reicht es mir mit denen aber auch, denn man ist doch immer gut beschäftigt mit Informationen raussuchen und E-Mails schreiben.
Insgesamt betrachtet ist Hawaii ein lohnenswertes, wenn auch teures Reiseziel. Als ich nach einer Unterkunft für 4 Nächte auf Kauai suchte und viele 4stellige Angebote bekam (und die erste Stelle war nicht immer eine 1...), musste ich erstmal schlucken. Nach einiger Sucherei fand ich dann noch was günstigeres, dafür in nicht so perfekter Lage. Mit Mietwagen ist das auf so einer kleinen Insel andererseits aber auch egal.
Ein paar Tage bin ich noch hier, dann muss ich zurück nach Hause. Aloha!

Sonntag, 10. Mai 2015

Die Reise - Teil 5: Samoa


Ich könnte hier nun erzählen, wie ich den Tradi in der Stadt Apia nicht fand und darum bei gefühlter 95%iger Luftfeuchtigkeit steil bergauf zum Grab des Schriftstellers Robert Louis Stevenson laufen musste, wo es einem Virtual gab. Und wie ich den Tradi abends doch noch fand, nachdem ich zufällig entdeckt hatte, dass er zuletzt vor fast 4 Monaten ausgerechnet vom bekanntesten deutschen Cacher geloggt wurde. Das spornte mich an!
Aber die bessere Geschichte ist die von meiner Busfahrt am nächsten Tag. Ich wollte raus aus der Stadt und einmal die Strände sehen, für die Samoa so bekannt ist. Dafür hatte mir die nette Dame aus der Tourist Info eine Tour zusammengestellt. "Zusammengestellt" bedeutet, sie schrieb mir einen kleinen Zettel mit dem was ich tun sollte.
Meine erste Aufgabe war es den öffentlichen Bus Richtung Lepa zu nehmen. Sie sagte ich solle so zwischen 9 Uhr und 9.30 Uhr am Busbahnhof sein, damit ich keinesfalls den letzten Bus um 10 Uhr verpasse. Vielleicht ginge der aber auch schon um 9, weshalb ich doch besser schon um 8.30 Uhr dort sein solle...
Letztendlich kam ich am nächsten Morgen um 9 Uhr dort an und versuchte meinen Bus zu finden. Das war gar nicht so einfach, denn es standen etwa 30 bunte Busse zur Auswahl. Da man als Tourist gut zu erkennen ist fragt einen so ziemlich jeder Taxifahrer während man suchend rumläuft, ob man seine Dienste benötige. Es stört auch nicht, dass man gerade erst an 5 Taxen vorbeigelaufen ist, ohne eines davon zu nehmen, ebensowenig wie, dass man direkt vorher schon 3 Fahrern nein gesagt hatte.
Aber die Einwohner Samoas sind sehr freundlich und so wurde ich bald angesprochen, wohin ich wolle und wurde zum richtigen Parkplatz geleitet. Der Bus war noch nicht da und so hieß es warten. Doch wie lange? Als Mitteleuropäer wird man ob dieser unklaren Verhältnisse schnell ungeduldig. Dann kam ich aber wieder mit anderen ins Gespräch und stellte fest, dass auch sie nach Lepa wollten. Das beruhigte mich und so setzte ich mich zu ihnen ins Gras und wartete. Es kam das Gerücht auf, der Bus würde um 10.30 Uhr fahren. Also wartete ich lange. Und auch im Schatten war es heiß...
Schließlich kam endlich der ersehnte Bus und es hieß einsteigen. Laut Reiseführer gibt es eine Sitzordnung und tatsächlich stand auch eine Frau auf, damit ich auf dem richtigen "Ausländerplatz" sitzen konnte.
Der Aufbau des Busses bestand aus Holz, die harten Sitzbänke ebenso, über dem Fahrer hing ein Marienbild und die Decke über ihm war mit einem sehr bunten, langhaarigen Flusenteppich ausgekleidet worden.
Nachdem Öl oder Kühlerwasser nachgefüllt worden war ging es mit beeindruckender Pünktlichkeit, soweit man bei einem unbekannten Fahrplan davon sprechen kann, um 10.30 Uhr los.
Schon nach etwa 5 minütiger Fahrt hielten wir an einer Tankstelle an. Aha, wir müssen erstmal tanken! Sofort begannen die Fahrgäste auszusteigen. Wahrscheinlich, dachte ich mir, darf man hier beim Betanken nicht an Bord sein. Aber das ist Fliegerdenken und auf einer kleinen Insel mitten im Südpazifik im Nachhinein zugegebenermaßen etwas sehr weit hergeholt. Ein paar wenige blieben doch sitzen und jetzt entdeckte ich, wo die anderen alle hingingen: in den Supermarkt nebenan zum Einkaufen! Ein Mann füllte in der Zwischenzeit einen 20 Liter Kanister mit Benzin und stellte ihn mitten in den Bus. Es roch auf der Fahrt dann auch etwas...
Nach und nach kehrten meine Mitfahrer vom Einkaufen zurück und hatten nun Tüten mit Zucker, Fleisch, Broten, Toilettenpapier, usw. in der Hand. Nachdem alle zurück und die Einkäufe verstaut waren ging es weiter. Nun gab es zur Unterhaltung laute Reggaemusik aus dem Radio. Das passte.
Durch einfache, arme Dörfer und über grüne Hügel führte die Fahrt und ab und an wurde sie kurz unterbrochen, weil der Fahrer sich am Straßenrand einen Kaffee oder was zu essen kaufen wollte.
Die Fahrgäste interessieren sich sehr für mich und fragten immer wieder freundlich wo ich herkäme, was ich hier mache, usw..
Nach etwa einer Stunde begannen die ersten, auszusteigen. Ein Zug an einem Seil, eine Klingel ertönte, der Busfahrer bremste scharf und ab und an musste er dann auch wieder kurz zurücksetzen, um die Leute samt ihrer Einkäufe genau vor ihrem Haus abzusetzen.
Schließlich war auch ich an der Reihe und stieg am theoretisch schönen Faofao Beach aus. Nur theoretisch, denn praktisch hatte es kurz zuvor stark zu regnen angefangen und es hörte auch bis zum Abend nicht mehr auf.
Die Nacht in einem Fale, einer typischen Hütte, direkt am Strand war dennoch schön. Und die Busfahrt ein ganz besonderes Erlebnis, dass ich sicher nicht so schnell vergessen werde.