Mittwoch, 21. Mai 2014

Nach Russland ohne Visum

Russland - das größte Land der Erde und doch bis vor kurzem ein weißer Fleck auf meiner Cachekarte. Leider kann man nicht einfach hinfliegen, denn es besteht Visumpflicht. Schon beim Durchlesen der langen Liste an Dokumenten, die man für ein Visum benötigt, verlor ich die Lust. Aber ich entdeckte noch eine zweite Möglichkeit. Man kann von Helsinki per Fähre nach St Petersburg übersetzen und sich dort bis zu 72 Stunden lang visumfrei aufhalten. Perfekt. Nun stellte sich noch die Frage, ob es denn derzeit eine gute Idee sei, nach Russland zu reisen. Andererseits könnte es aber vielleicht auch die letzte Chance sein. Und somit buchte ich die Überfahrt.
Das Schiff, die Princess Maria, war nicht gerade ein Luxusdampfer, erfüllte aber seinen Zweck und brachte mich durch die Nacht nach Sankt Petersburg. Nach der vollkommen problemlosen Einreise ging es mit dem Shuttlebus in die Stadt. Dort suchte ich zunächst einen Virtual und dann einen Tradi auf, womit die wesentlichen Dinge erledigt waren. Danach ging es in die Eremitage, um auch etwas Kultur zu Gesicht zu bekommen. Gefühlte 100.000 Gemälde später zog es mich wieder raus in die Sonne. 2 Tradis und ein Earthcache bildeten das große Finale, ehe ich noch die Sankt Isaac Kathetrale besuchte und von ihr den Ausblick auf die Stadt genoß.
Nun war es Zeit, zum Schiff zurückzukehren und die Heimreise zu beginnen.

Samstag, 19. April 2014

Powertrail in Seoul

Für diesen Sommer stehen neue Ziele im Programm und bei Seoul wurde ich sofort hellhörig. Bislang war Südkorea auf meiner Karte nämlich noch grau. Schneller als erwartet ergab sich dann die Chance, das zu ändern und ehe ich mich versah, saß ich im Flieger.
Nach der Ankunft musste ein kurzer Schlaf genügen, denn im Wald direkt hinter dem Hotel wartete ein kleiner Powertrail auf mich. Um den Einstieg zu finden suchte ich zunächst etwas herum. Dann fand ich aber eine Lücke im Gebüsch und dahinter ein Schild "Hiking Trail". Perfekt!
Es ging steil einen Berg... na sagen wir lieber Hügel... hoch. Da es sehr dunstig war blieb die erhoffte Aussicht oben leider aus. Egal, ich war ja nicht wegen der Aussicht gekommen. Schon bald war der erste Cache gefunden und dann ging es auch schon weiter.
Am Ende des netten Spaziergangs, bei dem ich der Großstadt komplett entfliehen konnte, durfte ich neun mal "found it" loggen. Ein guter Einstand in Südkorea.
Überhaupt scheint die Stadt über eine große Cachercommunity zu verfügen. Die Pocket Query ergab, ohne Mysteries, im 10 km Umkreis stolze 465 Caches!
Seoul - ich komme wieder!

Donnerstag, 10. April 2014

Kein neues Land: Herm

Am letzten vollen Tag auf Guernsey fragten wir uns, was wir noch anschauen könnten. Bleckie hatte die Idee, zur Insel Herm überzusetzen. Diese gehört zusammen mit Sark und Alderney verwaltungstechnisch zum Bailiwick of Guernsey und zählt somit ausnahmsweise nicht als eigenes Land.
Herm ist gerade einmal ca. 2,3 km lang und etwa 900 Meter breit. Aber es gibt immerhin 17 Caches auf der Insel. Die sollte man doch alle finden zu können, dachten wir.
Mit diesem Vorsatz machten wir uns auf den Weg.
Autos und sogar Fahrräder sind auf der Insel verboten. Dafür sind Quads und Traktoren erlaubt. Der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht so ganz, aber man muss ja auch nicht alles verstehen.
Die kleine Wanderung über die Insel war nicht weiter schwierig. Leider wurden wir bei 3 Caches nicht fündig. Die waren aber auch in diesem Jahr noch gar nicht gefunden worden und sicher verschwunden. Hoffen wir. Ein vierter lag uns zu weit ab vom Schuss, soweit man bei den Dimensionen der Insel davon sprechen kann.
So konnten wir "Homezone" Herm dann doch nicht vollständig leercachen. Ein schöner Ausflug und ein würdiger Abschluss des Urlaubes war es aber trotzdem allemal.

Guernsey


An einem verregneten Tag setzten wir mit der Fähre von St Helier, Jersey nach St Peter Port, Guernsey über. Sofort wurde mit dem Standardprogramm begonnen: einchecken, umziehen, cachen! Bei einem Spaziergang durch die Stadt konnte so das zweite, neue Land gesichert werden. Sowohl Guernsey als auch Jersey sind nämlich als Kronbesitz nicht Teil des Vereinigten Königreichs und besitzen eigene Regierungen. Sie zählen darum zu recht als selbstständige Länder.
Eine der Kuriositäten dieser Aufteilung ist, dass man zwar in britischen Pfund bezahlen kann, aber beide Inseln auch eigene Scheine und Münzen herausgeben, die nur dort gültig sind. Daher muss man tunlichst zusehen, dass man alles Jersey Geld los wird ehe man nach Guernsey wechselt, weil man es dort nicht mehr gebrauchen kann.
Die Cachedichte ist auf beiden Inseln erfreulich hoch, so dass es viel zu suchen gab. Auch hier unternahmen wir eine herrliche Klippenwanderung von etwa 18 km, die uns an viele schöne Ecken führte.
Zum Mittagessen gerieten wir dann versehentlich in ein ziemlich nobles Restaurant. So eines mit kleinen Portionen zu großen Preisen. Unsere Kleidung war auch angemessen: verschlammte Hose und Wanderschuhe! Ich bin mir sicher, dass sie nachdem wir gegangen waren, erst einmal gekehrt haben...


Montag, 7. April 2014

Jersey - Das Glück liegt auf der Straße

Der jährliche Urlaub mit Bleckie stand an und wie immer spielte bei der Auswahl des Reiseziels die Länderstatistik keine unwesentliche Rolle. So fiel die Wahl dann auch recht schnell auf die Kanalinseln.
Erstes Ziel war Jersey. Nach einem kurzen Stop im Hotel war Bleckie umgezogen und wir konnten losziehen. Ich behielt meine Kleider vom Flug einfach an, denn die anderen Klamotten waren noch in Paris. Meine Reisetasche war nämlich nicht mitgekommen und sollte erst ganze drei Tage später nachgeliefert werden.
Aber das sollte uns den Spaß nicht verderben, es galt schließlich, ein neues Land zu sichern.
Der erste Tradi war dann auch gleich gefunden. Mission erfolgreich!
Natürlich war es das nicht gewesen, denn mitten in der Stadt wartete schon ein Kurzmulti auf uns. Die benötigten Zahlen waren schnell gefunden und das Final errechnet. Ein Nano sollte es sein und der Hinweis führte uns eindeutig zu vier Objekten, die wir ausgiebig untersuchten. Doch, oh weh, wir fanden keinen Cache! Beim Lesen der Logs sahen wir, dass er zuletzt im September 2013 gefunden wurde. Kein gutes Zeichen. Wir waren uns sicher, der Nano war verschwunden! Darum gaben wir enttäuscht auf und trotteten weiter. Nach nur ein paar Metern entdeckte Bleckie jedoch ein kleines Objekt, das mitten auf der Straße lag. "Sieht aus wie ein Nano..." Ich meinte, es handele sich sicher um Dreck. Doch er hob es auf, untersuchte es und, zweifelsfrei: das war ein Nano! Aufgeregt schraubten wir ihn auf und verglichen die Einträge mit den Logs des Caches. Volltreffer: es handelte sich tatsächlich um das verschwundene Final!
Freudig trugen wir uns ein und platzierten ihn wieder an der richtigen Stelle.

Die folgenden Tage verbrachten wir dann mit einer Radtour und Wanderungen. Wir fanden viele schöne Plätze und natürlich auch zahlreiche Dosen!




Sonntag, 9. Februar 2014

Puerto Rico - Letzter Teil

Heute stand wieder ein kleiner Ausflug auf meinem Programm. Jemand hatte Mitleid mit mir gezeigt und sich erbarmt mich heute tatsächlich mitzunehmen. Bewaffnet mit GPS, Foto, Geld und Paß ging es um 8.30 Uhr los. Und das an meinem freien Tag. Es dauerte keine fünf Minuten und wir waren an der ersten Station unserer Reise angekommen. Nein, nicht das war das Ziel unserer Begierde.
Weit gefehlt.

Sondern dies hier. Nach einem kurzer Spritcheck ging es los Richtung St. Thomas auf die UVI's

"Vorbei" am Caribe Hilton Hotel.

Einigen weiteren Inselchen.

Direkt auf die US Virgin Islands. Hier herrschte übrigens wesentlich besseres Wetter als in San Juan.

Zuerst mußte der Pilot mit Nahrung und Zucker versorgt werden. Da sind sie irgendwie alle gleich.

Frisch gestärkt stand dem Cachen nichts mehr im Weg.
Auf der Insel gibt es sechs Caches die wir tatsächlich auch alle gefunden haben.
Einer war auf einer Party.

Andere am Strand. Dieser hat uns glatt 18$ Eintritt gekostet.



Oder gar in der Stadt. Diese ist übrigens ein einziger Juwelierladen. Unglaublich aber wahr.


Tja und dann mußten wir auch wieder zurück nach San Juan.
Hier übriegens der Blick auf den wöchentlichen Condorflieger FRA-SJU. Falls Mal jemand Lust bekommt.

Montag, 3. Februar 2014

Puerto Rico - Teil 3 - GeOctavitas & Celebration Party

Alles begann ganz harmlos. 10.00 Uhr. Caribe Hilton Hotel - San Juan - Puerto Rico. Ich werde mit einem PickUp abgeholt. Es geht ins Landesinnere. Unterwegs nehmen wir vier Sack Eiswürfel mit. Gemeint sind Säcke. Nicht diese Tütchen die es bei uns an jeder Tanke gibt. Nein Säcke aus der Eisfabrik. Weiter geht es. Unterwegs ein kurzer Stop um einen Cache einzusammeln. Klar.

Wir fahren weiter bergauf Richtung Dschungel Am Ende der Straße ein rostiges Hoftor. Ich steige aus, suche brav einen Cache. Hinter dem Tor eine Hütte, mitten im nichts. Hier findet das Event statt. Es gibt Musik die man bestimmt noch auf den Nachbarinseln hört und ein "winziges" Buffet. Zu trinken gibt es natürlich auch etwas. Moonshine, Rum und Bier. Schließlich haben wir Eiswürfel gekauft. Die Anderen übrigens auch. 

Der Tag vergeht im Fluge und als ich im Dunkeln wieder das Hotel erreiche, bin ich um viele Geschichten reicher.

So eine aktive, nette und fröhliche Gruppe hätte ich auf der Insel nicht erwartet. Warum auch immer.

Soviele Cacher des Monats wie hier habe ich noch nie getroffen. Ich wußte bis dato gar nicht das es so etwas gibr. Im übrigen alle weiblicher Natur.
6 Tage zuvor war ich auf dem Grill Hard Event in Deutschland. Da sah das alles etwas anders aus.